.../archiv - 2008 - Karneval                                                                                                                                      
 
 Karnevalseröffnung in Gehlert

Der Karnevalsausschuss hatte zur Eröffnung der nächsten karnevalistischen Session eingeladen und die Veranstaltung am 15.11. im Gehlerter Dorfge- meinschaftshaus perfekt vorbereitet. So konnten der Vereinsvorsitzende Hans-Werner Rörig und der Vorsitzende im Karnevalsausschuss Horst Schmidt recht viele Aktive, frühere Aktive und Gäste begrüßen.

Einen besonderen Anklang fand die Fotoshow von Joachim Klöckner, wobei alte und neue Eindrücke aus der 60- jährigen Karnevalsgeschichte des Sportvereins musikalisch untermalt, ausgezeichnet präsentiert wurden. Glückliche Gewinner bei der Tombola, die Band "Tropical Wind" aus Andernach und ein nicht nur beim Tanz gut aufgelegtes Publikum waren die Garanten für einen schönen Abend, der schon jetzt Lust macht, sich den Termin für die Kappensitzung am 14.02.2009 im Kalender zu merken.


"Tropical Wind"

 
Die Gewinner der Tombola: Inge Kunz, Edith Wirth, Werner Jung umrahmt von Natalie Jung und Horst Schmidt.

 
 Kommentar Walter Fabritius, RKK-Ehrenmitglied

Ergänzung:
Dem Kommentar des "Altkarnevalisten" Walter Fabritius , Ehrenmitglied im "RKK, ist unserer- seits nichts hinzu zu fügen. Eine gute und gerechte Kritik, die hoffentlich alle karnevalistischen Narren zu positiven Veränderungen und Motivationen anspornt.
Besinnen wir uns alle - Aktiven, Helfer und Gäste - auf unseren eigenen Gehlerter Karneval und auf den Spaß an der närrischen Freude "vor und auf der Bühne".
In diesem Sinne
Horst Schmidt, Sprecher im Karnevalsausschuss des SV Gehlert e.V.
Hans-Werner Rörig, Geschäftsführender Vorsitzender des SV Gehlert e.V.

 

 Gehlerter Kappensitzung am Ende ?

                                                                        Ein Kommentar unseres KASS-Sprechers Horst Schmidt
Niemals! Wir machen erst recht weiter! Wenn nicht jetzt, wann dann?

Sicherlich gibt es genug Antikarnevalisten. Der Eine oder Andere mag keine Kappensitzungen mehr. Manch einer hofft, daß diese Plage bald vorbei ist. Teilweise geht dieses Verhalten sogar von Leuten aus, die in der Vergangenheit selbst aktiv waren. Gönnt man dem Nachwuchs oder neuen Kräften den Spaß nicht? Das zu ergründen ist sehr schwer und man sollte sich als Karnevalist nicht unbedingt zu sehr mit diesem Thema beschäftigen. Es stellt sich halt nur die Frage, auf welcher Seite die größeren Narren sind. Eine uralte Tradition, begleitet mit Humor, Spaß und Geselligkeit, lässt sich nicht so einfach weg- radieren.
 
Denn angefangen hat alles bei den alten Griechen und Römern. Man feierte Dionysos und Saturn zu Ehren, richtig fröhliche Frühlingsfeste mit Wein, Weib und Gesang. Die Germanen feierten die Wintersonnenwende als Huldigung der Götter und Vertreibung der bösen Winterdämonen. Später übernahmen Christen die heidnischen Bräuche. Die vorösterliche Fastenzeit wurde mit der Fastnacht oder dem Karneval (carne vale = Fleisch lebe wohl) eingeläutet. Im Mittelalter entstand die „ Mummerei“. Die Fastnachtsfreuden nahmen drastische Formen an, sehr zum Verdruss von Rat und Kirche. Selbst Verbote und Verordnungen halfen nicht. Es wurde fröhlich gefeiert. Später dann, die französischen Revolutionstruppen eroberten die Hochburgen am Rhein. Der Straßenkarneval wurde von den Einheimischen genutzt, die Besatzung und Obrigkeit zu verulken. Danach waren es die Preußen, welche den Karneval geordnet hatten. Komitees, Garden, Elferrat, Prinzenpaare und Dreigestirn erinnern an diese Zeit. Der Karneval schwappte über und wurde in allen Regionen übernommen. Sogar in Gehlert war der Karneval vor fasst 60 Jahren richtig angekommen. Der alte Karnevalsbrauch ist somit belegt und sollte den Karnevalsmuffeln zu denken geben. Sicherlich gab es früher drei Sitzungen in Gehlert. Natürlich war Gehlert eine Hochburg. All das mag ja stimmen. Nur gab es früher in der Nachbarschaft keine Veranstaltungen. Das Fernsehen überflutete uns nicht mit Fastnachtsitzungen. Aber mal ehrlich, ist Karneval vor der Glotze wirklich das Tollste? Im Dorfgemeinschaftshaus, mit Alt und Jung gemeinsam den Karneval zu feiern, ja dabei zu sein, ist doch immer noch unschlagbar. Das Programm der Sitzung von 2008 ist  bestimmt gut angekommen. Die zu Hause Gebliebenen dürften sich zu Recht ärgern.
 
Es traten zwar keine Profis auf, aber die Aktiven gaben alles. Selbst die neuen Akteure haben positiv überrascht. So braucht man sich für die Zukunft keine Sorgen machen. Der Anspruch für ein kleines Dorf wie Gehlert sollte doch angepasst sein. Gesunde Kritik und Ratschläge werden von den Aktiven gerne angenommen. Die Narren sind flexibler als man denkt, denn auch für Neues ist man aufgeschlossen.
 
Auch in der neuen Session freuen sich die Karnevalisten über jede Hilfe. Sei es auf oder hinter der Bühne. Auch die Bewirtschaftung kann immer Personal gebrauchen. Selbst der Besuch unserer Veranstaltungen ist eine tolle Geste. Also meldet Euch und werdet zu Mitstreitern, um unser Sitzungen erfolgreich zu gestalten Natürlich sind auch die Antikarnevalisten herzlich willkommen, denn Narren gehören zu den Narren. Das bisschen  Gemeckere kann man verkraften. Also, alles Gute bis zum Samstag 15.11.2008, denn da wird der 11.11. im Dorfgemeinschaftshaus nachgefeiert.
GEHLERT HELAU!

 
 Kappensitzung 2008

Akrobatik und Witz bestimmten Sitzung
Abwechslungsreicher Abend in Gehlert
 
Bei der Kappensitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Gehlert herrschte gute Stimmung. Die Narren ließen sich von einem kurzweiligen Programm mitreißen.
 
Schon vor Sitzungsbeginn schunkelte das Publikum bei ausgelassener Feierlaune im stimmungsvoll geschmückten Dorfgemeinschaftssaal. Pünktlich um 20.11 Uhr zog der Elferrat unter Präsident Josef Kunz auf die Bühne. Seine Nebenpartner in diesem Jahr waren: Bernd Sanner, Thomas Kunz, Matthias Schäfer, Markus Leyendecker, Philip Kron, Heinz-Peter Ehlert, Johannes Duckheim, Markus Müller, Gerhard Wirth und Hans-Werner Rörig.
Kunz begrüßte Ehrenpräsident Heini Schmidt und Ortsbürgermeister Paul Kunz und richtete den Elferratsmitgliedern, die nicht an der Sitzung teilnehmen konnten, Grüße aus: Hans-Peter Motzfeld mit den besten Genesungswünschen ins Krankenhaus und Günter Schneider in die Sonne Spaniens.
Ehe der junge Prinz Josef Lahr seine Prinzenrede in der Bütt hielt, zeigten seine Begleiterinnen, die Gardemädchen Jessi Thiel, Christin von Schönfeldt und Nicole Schlösser viel Bein. Die Bewegungen waren so anmutig, dass man nicht vermutete, dass die Drei für gewöhnlich im ortsansässigen Fußballverein spielen würden. Choreografin Inge Rörig nahm nach der Zugabe den verdienten Sitzungsorden entgegen. Präsident Kunz betonte: "Wenn die so weitermachen, kommen die bald ins Fernsehen." Dem Schönling Prinz Josef III. blieb gar nichts anderes übrig, als sein Bedauern darüber auszudrücken, noch immer keine geeignete Prinzessin gefunden zu haben.
Es folgte ein Debüt von Florian Wirth als kugelrunder Bauer nach dem Motto: "Ich kumm net druff, sie kommt net drunner, immer ist der Bauch im Weech." Das Publikum lachte Tränen bei dieser Büttenrede. Dann gab es "Action" pur: Die zehnköpfige Tanzgruppe "Let’s Dance" im 50er-Jahre-Look heizte dem Publikum mächtig ein. Tanzleiterin Milena Müller erhielt für die Darbietung den begehrten RKK-Orden, den Orden des Regionalverbandes Karnevalistischer Korporationen. Das Publikum war nun in Hochstimmung. Da kamen die Clowns "Fussel & Dussel" gerade recht. Gespielt von Karl-Heinz Tries und Dietmar Thiel erläuterten sie den Unterschied zwischen Hänge- und Stehlampen. Tries erhielt als besondere Auszeichnung den Pegasusorden der Rhein-Zeitung für seine 33-jährige Aktivität im Gehlerter Karneval.
Weitere Sitzungsorden erhielten neben den Akteuren der "Thekenälteste" Johannes Kunz, Wolfgang Cappi für Foto und Film und Udo Schneider als Vorsitzender im Karnevalsausschuss (der die Veranstaltung plante und durchführte). Monika Kunz erhielt einen Blumenstrauß für die fantastische Hallendekoration und -gestaltung.
Dann kamen die Cowboys: Choreografin Claudia Kühn ließ die "Wäller Weiße Riesen" im Las Vegas-Outfit markant männlich auf die Bühne ziehen, wo die zehn Herren inklusive Häschen "Lali" einen perfekt inszenierten Klamauk-Dance starteten. Wieder wurde eine Zugabe verlangt.
So war es "Engelchen" Hans-Rainer Schmitz ein Bedürfnis an die Frömmigkeit zu appellieren. Das Publikum schien an diesem Abend jedoch eher geneigt zu sein, den Appellen des teuflischen "Bengelchen" alias Horst Schmidt zu folgen. Dann, als "Vater und Tochter" Jürgen und Linda Kunz bei maximalem Beat live auf der Bühne sangen, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Plätzen.
Die Büttenredner Lali Müller als genervter Ehemann und Conny Ostermann als emanzipierte Frau kurz vor dem Finale hatten bei dieser Stimmung keine Mühen, ihre Pointen zu platzieren.
Die Mini-Playback-Show der "Heuschwenkgruppe" krönte eine mitreißende Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Gehlert mit viel Musik, Tanz und jeder Menge Sketche. Ein absoluter Höhepunkt der besonderen Art, für die der Elferrat sogar kurzzeitig die Bühne räumte. Knallige Songs von Wolle Petry oder Drafi Deutscher wurden von der "Heuschwenkgruppe" effektvoll mit stark verkürzten Minibeinen vorgetragen, so dass es aussah, als würden es groteske Kasperlefiguren sein, die dort im Rampenlicht stünden.
So wurde das Finale zum Infernale, denn für das Publikum gab es nun kein Halten mehr – die ideale Laune für einen vergnüglichen inoffiziellen Teil mit der Dancingband "TopSound".

 
 Kinderkarneval 2008

 

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